Schon 250 Putzlappen für die Arktis

Greenpeace-Gruppe Erlangen bittet um Beiträge für weltgrößten Putzlappen

Themengebiet:
Schützt die Arktis
  • "Stop Shell!"
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Erlangen, 17.08.2015 – Greenpeace-Aktivisten sammeln seit Wochen bundesweit alte Putzlappen mit persönlichen Botschaften gegen Shells Ölbohrpläne in der Arktis. Bis Ende August werden diese zum weltgrößten Putzlappen zusammengenäht, um ihn Shell überreichen zu können. Dieser soll symbolisieren, wie absurd es ist, zu glauben, die Arktis im Falle eines Ölunfalls säubern zu können.

Ehrenamtliche Aktivisten von Greenpeace Erlangen breiteten die bisher erhaltenen über 250 Putzlappen mit persönlichen Botschaften der Erlange Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Freitag zu einem großen „STOP SHELL“-Schriftzug aus. „Zum einen möchten wir uns für die große Beteiligung bedanken“, sagt Manuel Steigmann von Greenpeace Erlangen, „und zum anderen alle Erlanger aufrufen, in den verbleibenden zwei Wochen den Putzlappen noch größer werden zu lassen“. Wer alte Putzlappen Zuhause hat, möge diese mit einer persönlichen Botschaft beschriften. Die Putzlappen können dann persönlich in Erlangen oder per Post an die Aktivisten übergeben werden. Weitere Infos unter http://erlangen.greenpeace.de. „Wir möchten ein deutliches Zeichen aus Erlangen gegen Shells hochriskante Ölbohrpläne in der Arktis setzen“, motiviert Manuel Steigmann die Erlanger Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen.

Die Aktion hat einen ernsten Hintergrund: Shell sucht in diesem Jahr erneut vor der Küste Alaskas nach Öl. Sollte Shell Öl finden und mit der Förderung beginnen, schätzt eine US-Regierungsbehörde (Bureau of Ocean Energy Management) die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen schweren Unfall auf 75 Prozent. „Trotz dieses enormen Risikos setzt Shell skrupellos diese sensible Region aufs Spiel“, sagt Manuel Steigmann, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Erlangen und fordert Shell auf, die Ölpläne in der Arktis aufzugeben.

Shell arbeitet mit störanfälliger Technik in der Arktis

Shell hat bereits 2012 in der Arktis nach Öl gesucht. Dabei kam es zu mehreren schweren Pannen und Unfällen vor der Küste Alaskas. Deshalb musste der Konzern in den vergangenen beiden Jahren seine Probebohrungen aussetzen. Bei der aktuellen Ölsuche ist auch das Bohrschiff “Noble Discoverer“ wieder mit dabei. Und erneut fällt das Schiff durch technische Unzulänglichkeiten und Probleme auf. Nach einer Inspektion Mitte April dieses Jahres durch die US-Küstenwache mussten Techniker ein defektes Gerät austauschen; bei einer zweiten Inspektion wurden weitere Auflagenverstöße festgestellt. „Das zeigt, wie verantwortungslos Shell sich in der Arktis verhält“, sagt Manuel Steigmann.

Pressetexte

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  • "Stop Shell!""STOP SHELL!" |4.08 MBDie bisher gesammelten 250 Putzlappen der ErlangerInnen bilden den Schriftzug "Stop Shell!"

    "Stop Shell!""STOP SHELL!" |4.49 MBDie bisher gesammelten 250 Putzlappen der ErlangerInnen bilden den Schriftzug "Stop Shell!"