Beluga II macht fest

Greenpeace-Aktionsschiff wirbt für den Schutz der Arktis

Themengebiet:
Schützt die Arktis
  • Beluga II
  • Paula auf der Beluga
  • /
Erlangen – 04.06.2015 – Das Aktionsschiff „Beluga II“ von Greenpeace macht auf seiner „Save the Arctic“-Tour auch in Erlangen fest. Die „Beluga II“ liegt am Samstag den 6. und Sonntag den 7. Juni am Anleger der Personenschifffahrt am Europakanal - nahe der Schallershofer Str. 88. Besucher sind zur Schiffsführung jeweils von 10-12 Uhr und von 14-18 Uhr herzlich willkommen – nachmittags auch zu einem Rahmenprogramm, unter anderem mit Eisbärdame „Paula“.


 


Mit ihrer Tour informieren die Aktivisten der unabhängigen Umweltorganisation Greenpeace über die Gefahren, denen die Arktis ausgesetzt ist: Die Erderwärmung lässt das ewige Eis schmelzen. Das nutzen Konzerne, um die vermuteten Schätze der Arktis auszubeuten: Öl- und Gasvorkommen sowie reiche Fischgründe. „Es ist absolut unverantwortlich, in der Arktis nach Öl zu bohren. Das Risiko einer Ölkatastrophe ist wegen der extremen Witterungsbedingungen dort viel zu hoch.“, sagt Ute Weibler, Sprecherin der Greenpeace-Gruppe Erlangen. „Die Arktis ist eine der letzten weitestgehend unberührten Regionen der Erde – wir dürfen nicht zulassen, dass sie zum Industriegebiet verkommt.“


 


Seit dem 11. April fährt das Greenpeace-Schiff den Rhein, Main, Europakanal und die Donau entlang. Der Tourplan ist unter www.greenpeace.de/beluga zu finden. An Bord der „Beluga II“ informiert eine Ausstellung über die Einzigartigkeit der Arktis, die Lebensraum für Eisbären, Walrösser und Narwale ist, aber auch über die Gefahren für die sensible Region. Besucher können ihre Stimme zum Schutz der Arktis abgeben und sich an weiteren Mitmach-Aktionen beteiligen.


 


Shell riskiert die Zerstörung der Arktis
 
Trotz massiver Bedenken und internationaler Proteste will der internationale Ölkonzern Royal Dutch Shell in diesem Sommer für Ölbohrungen in die Arktis zurückkehren. Nachdem es bei Shells Arktisprojekt im Jahr 2012 zu mehreren schweren Pannen und Unfällen vor der Küste Alaskas gekommen war, musste der Konzern in den vergangenen beiden Jahren seine Probebohrungen aussetzen. Anfang Mai hatte die US-Regierung Shells Erkundungsplan für dieses Jahr genehmigt. Derzeit zieht der Konzern eine Arktis-Flotte in Seattle zusammen, um von dort dann in die arktische Tschuktschensee vor Alaska aufzubrechen. Sollte Shell in der Tschuktschensee Öl finden und mit der Förderung beginnen, schätzt die US-Regierung die Wahrscheinlichkeit für einen oder mehrere schwere Unfälle während des Förderzeitraums von 51 Jahren auf 75 Prozent.


 


Noch immer sind an der Küste Alaskas die Ölreste des letzten schweren Unfalls von vor 25 Jahren nachweisbar. Die Folgen der Havarie der Exxon Valdez zeigen, dass die Arktis zu den ökologisch sensibelsten Regionen auf unserem Planten gehört.

Pressetexte