Erlangen gegen TTIP

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Hunderte Erlanger protestierten am Samstag mit Greenpeace Erlangen und dem Bündnis "Erlangen gegen TTIP" in der Innenstadt gegen das geplante freihandelsabkommen TTIP. Die Erlanger Nachrichten sprachen von rund 700 Teilnehmern.



Die Demo wurden von einigen prominenten Redner begleitet. So kritisierte Erlangens Bürgermeisterin Elisabeth Preuß die zu befürchtenden Einschränkungen für Kommunen. Wolfgang Geus, Vorstandsvorsitzender der Erlanger Stadtwerke, stellte sich gegen eine Liberalisierung des Trinkwassermarkts. Außerdem unterstützen zahlreiche Verbände und Parteien im Bündnis "Erlangen gegen TTIP" die Forderung der Demo: Neben den Erlanger Kreisverbänden der Grünen, der Linken, der ÖDP, der Piraten aber auch der SPD sind dies Vereine wie der BUND, der Dritte Welt Laden, Ver.di und die Energiewende-Initiative ER(H)langen.



„Solche Handelsabkommen nach der Wunschliste der Wirtschaftslobbyisten dürfen nicht unsere Umwelt- und Verbraucherstandards untergraben und ermöglichen, dass Konzerne Staaten vor privaten Schiedsgerichten verklagen können,“ sagt Christian Sperber von Greenpeace Erlangen. „Deshalb fordern wir den Stopp der TTIP-Verhandlungen.“



In den vergangenen Jahrzehnten hat die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace mit dazu beigetragen, dass in der Europäischen Union notwendige Schutzstandards aufgestellt wurden. Anwendung finden diese bei Gentechnik in der Landwirtschaft, beim Einsatz von Pestiziden und anderen Chemikalien sowie für den Klimaschutz. Doch aus dem Blickwinkel von Lobby-Interessen der Wirtschaft in den USA wie auch in der EU gelten diese Errungenschaften als Handelshemmnisse. Industrieverbände wollen die Schutzstandards und das ihnen zugrunde liegende Vorsorgeprinzip im Rahmen der TTIP-Verhandlungen abbauen.

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