Natuparadies Brasilien

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Am 06.01.17 präsentierte Luis Scheuermann seine Fotoshow "Brasilien - Naturparadies am Scheideweg" in Erlangen und verzauberte seine Gäste mit Bildern von beeindruckenden wie bedrohten Naturlandschaften.

 

Im brasilianischen Nationalpark Aparados da Serra stapfte Luis Scheuermann durch feucht-nebelige Araukarienwälder. Er staunte über die schuppig benadelten Bäume, die mit Moos überwuchert und mit Flechten behangen sind, so lang wie Weihnachtsmannbärte. „Ich dachte, gleich taucht ein Dinosaurier aus dem Dickicht auf – schließlich existierten Araukarien schon zur Zeit der Riesenechsen“, erzählt Luis. Für Forschungsprojekte und Fotoexpeditionen erkundete der Biologe und Greenpeace-Aktivist alle wichtigen Naturräume Brasiliens, darunter die Pantanal-Sümpfe, die Mata Atlântica und Amazonien.

Impressionen zum Schwelgen stehen im Fokus, doch der Titel verrät es: Es geht auch um Probleme. „In Brasilien verteufelt man den Wald als Hort von Krankheiten, im Volksmund heißt er ,terra suja‘ (dreckiges Land), während Agrarland als ,terra limpa‘ (sauberes Land) gilt“, sagt Luis. „Generell ist Umweltbewusstsein rar, meist aufgrund von Armut und mangelnder Bildung.“ Gute Bedingungen für gierige Konzerne: Der Amazonas-Dschungel etwa wird für immer neue Soja-Felder und Rinderweiden zerstört, auch Bergbau und Mega-Staudämme bedrohen die „grüne Lunge“ Südamerikas. Ein solches Staudammprojekt, das gut 2.000 Quadratkilometer Wald vernichtet und die indigenen Bewohner aus ihrer Heimat vertrieben hätte, konnte auch dank Greenpeace gerade noch verhindert werden. Luis ruft dazu auf, Brasiliens verbliebene Naturparadiese zu retten und zeigt, was wir in Deutschland dafür tun können. Denn der Erhalt der Regenwälder geht uns alle an.

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